PERAS VERLAG

PERAS VERLAG | perasverlag@aol.com

NEUERSCHEINUNGEN

2026

Dionissios Vajas
Lust und Schmerz auf der Haut

Von der Bewusstseinsfähigkeit psychischer und körperlicher Symptombildungen

ISBN 978-3-935193-45-0
132 Seiten, Fadenheftung, 21 x 14,8 cm, Düsseldorf: Peras 2026

Euro (DE) 29,-
Euro (AT) 35,-

Dauerhaft wiederkehrender starker Juckreiz schafft Leiden. Doch auch vermag das leidende Subjekt während des Kratzens erleben, wie Lust aufkommt und zum Medium einer besonderen Erfahrung werden kann, zur Erfahrung von durch den eigenen Körper vermitteltem naturwissenschaftlichem, romantisch orientiertem, ästhetischem sowie sexuellem Wissen. So imponieren die Körpererfahrungen von: Physik (Wellentheorie), Chemie (Körpersekrete), Mathematik (Vektoren), Ästhetik (Körperschablone), Bodenmorphologie, Robotik (Greifarme), Anatomie (Körperschemaverdrehungen und -verunstaltungen), Gynäkologie (Frauenkörperwissen) et cetera.

Das leidende Subjekt ist des Abstands zur Außenwelt-Objektivität verlustig gegangen und wirft sich dafür – maßlos sich überfordernd – wie zum Eins und Alles auf, und damit zum vergehenden Opfer dieser an den eigenen Körper gebundenen, destruktiven Wahrheiten. Zu solchem Opfer wird das Subjekt jedoch nicht durch die Lust, die nimmer satt wird, denn diese ist zeitlich eingeschränkt. Das Problem besteht vielmehr darin, dass das seine Lust aus dem Kratzen der juckenden Hautstelle erweckende Subjekt Lust und Schmerz nicht miteinander verbinden und nicht einander vermitteln kann, denn kategorisch bejaht es die Lust und vergisst den Schmerz unter der Lusterfahrung.

2025

Ralf Bohn
Schuld und Freiheit

Zur psychischen Ökonomie
Von Freud bis zu Hitchcocks Vertigo und jenseits

ISBN 978-3-935193-44-3
181 Seiten, Fadenheftung, 21 x 14,8 cm, Düsseldorf: Peras 2025

Euro (DE) 29,-
Euro (AT) 35,-

Freiheit ist stets mit Schuld als unaufhebbarem Rest jeder Tauschform verbunden und unterliegt somit der Angstbannung. Freud hat versucht in seiner Entwicklung der psychischen Ökonomie individuelle Freiheit und kulturelle Schuldverschiebungen zu bilanzieren. Mit welchem Erfolg er die physische Ökonomie in der psychischen aufgehen ließ und was seine Nachfolger im Zuge des Freudomarxismus und des Strukturalismus (Lacan) an philosophischer Öffnung erreichten, entwickelt der vorliegende Essay an Freuds Texten. Wie psychische, soziale und warenförmige Ökonomie ein einheitliches operatives System bilden, kann an Hitchcocks Film Vertigo in Bezug auf pathologische und kriminelle Überschreitungen der Schuldbilanz nachgezeichnet werden.


Imaginäre Identifikationen

Psychoanalyse und Philosophie. Jahrbuch 2025
Hrsg. von Christoph Weismüller

ISBN 978-3-935193-43-6
205 Seiten, Fadenheftung, 21 x 14,8 cm, Düsseldorf: Peras 2025

Euro (DE) 29,-
Euro (AT) 35,-

Inhalt:

Christoph Weismüller: Editorial

Axel Schünemann: Die Schuld der Todesdrohung. Zwischen – objektivem – Verschluss und – subjektivem – Gefühl

Christoph Weismüller: Von den christlichen Verwirrungen und dem Wunsch nach Klarheit. Ein Bedenken der Verwirrungen um Gott, Geschlecht, Trieb und Tod − mit Aufschlüssen von, mit und zu Philon von Alexandria und Proklos

Christoph Weismüller: Zu einigen weiteren philosophischen Verwirrungen und Klarheiten. Anmerkungen zu Aristoteles, Thomas von Aquin, Petrus Aureoli, Thomas Cajetan, Pedro da Fonseca, Johannes Duns Scotus, Gottfried Wilhelm Leibniz, Alexander Gottlieb Baumgarten und Immanuel Kant

Ralf Bohn: Vor dem Karussell. Zur psychischen Ökonomie von Askese und Verausgabung

Ralf Bohn: Bringschuld – Fragmentarische Figurationen philosophischer Ökonomie

Dionissios Vajas: Freud lesen und mitdenken. Fortsetzung der Auseinandersetzung mit den metapsychologischen Schriften Freuds

Dionissios Vajas: Das imaginierte wirklichkeitssperrende Vermittlungsproblem eines Zwillings. Ein Beitrag zur projektiven Identifizierung

Dionissios Vajas: Der gebärende Mutterkörper als Grundlage des Narzissmus, der geschlechtsindifferente Ödipuskomplex und Angst aufgrund von Enteignung des Selbst

Dionissios Vajas: Die Pfortader. Wie der Körper Nahrungs- und Abfallstoffe in ihrem Beisammensein auseinanderzuhalten bestrebt ist. Gedanken eines Nicht-Mediziners

Axel Schünemann: "I Tell You, It’s a Whole Different Sex!" Sexismus und Begehren der Musik

Christina Vedar, Katrin Röhlig: Von der Mimesis zum Sündenbock: Anthropologische Strukturen kunsttherapeutischer Praxis

Mari van Stokkum: Was ist ein MacGuffin?

  • Diskussionsforum

Dionissios Vajas, Axel Schünemann: Vom Stachel der Schuld, wenn Wölfe kursieren

^